"Haus 6" in der Stasi-Zentrale
Signatur: BStU, MfS, BdL, Fo, Nr. 83, Bild 23
Die Stasi nutzte das ehemalige Wohnhaus für Teile der Zentralen Auswertungs- und Informationsgruppe (ZAIG) und die EDV.
1950 bezog das Ministerium für Staatssicherheit seinen Dienstsitz in den Räumen des Lichtenberger Finanzamtes an der Ecke Normannenstraße und Magdalenenstraße. Von diesem einen Gebäude ausgehend breitete sich die Stasi Stück für Stück aus. Knapp 40 Jahre später umfasste die Stasi-Zentrale eine Fläche von etwa 22 Hektar. Zuerst verschwanden einzelne Gebäude, dann ganze Straßenzüge. An deren Stelle errichtete das MfS eigene Gebäude, denn die stark wachsende Zahl hauptamtlicher Mitarbeiter erforderte immer mehr Bürofläche. So entwickelte sich ein riesiges geheimdienstliches Areal - militärisch gesichert und von der Umgebung hermetisch abgeriegelt.
Das Bild zeigt "Haus 6", das einst ein Wohnhaus war und später durch die Staatssicherheit genutzt wurde. Das Gebäude wurde zusammen mit drei anderen 1964 aufgekauft in den Jahren 1966 bis 1968 saniert und zu Büroräumen umgebaut. Unter anderem hatten hier die Zentrale Auswertungs- und Informationsgruppe (ZAIG) und die EDV ihren Sitz. Später zog das Bau- und Wohnungasaufsichtsamt dort ein. Zudem diente es als Filmkulisse.
Metadaten
- Urheber:
- MfS
- Datum:
- Anfang 1985 bis Ende 1988
- Rechte:
- BStU
- Zustand:
- Schwarz-weiß
- Überlieferungsform:
- Positiv und Negativ